Der Isarradweg von der Quelle im Karwendel bis zur Mündung in die Donau
Kulinarik mit Moos Gastronomie: Vom Karwendel zur Donau

Vom Ursprung bis zur Mündung:
Genuss, Erlebnis und Bewegung entlang der Isar

Edition 2026 Veröffentlichung: | Aktualisiert: | Faszination Isar: 300 km Flussabenteuer

Eine Entdeckungsreise entlang der Isar bietet die perfekte Symbiose aus sportlicher Aktivität, erhabenen Naturlandschaften und geschichtsträchtiger Kultur. Entdecken Sie den Isarradweg für Wanderer, Wanderreiter und Genussradler auf rund 300 Kilometern von den Tiroler Karwendelfelsen über das oberbayerische Voralpenland und die Metropolregion München bis hinab in die friedvolle Flussauenlandschaft der niederbayerischen Isarmündung bei Moos.

Vom Karwendel zur Donau: Die Isar mit allen Sinnen erfahren


Vom Karwendelfelsen ins Tölzer Land: Wo die Urkraft entspringt


Der Ursprung im Hinterautal

Die Reise beginnt auf 1.160 Meter Höhe im Tiroler Hinterautal nahe Scharnitz. Schon der Auftakt stellt Outdoor-Begeisterte vor eine faszinierende und kühle Hochgebirgskulisse. Während Radfahrer auf sanft abfallenden Forstwegen flussabwärts rollen, finden Wanderer auf alpinen Steigen im Karwendel spektakuläre Pfade direkt am jungen Fluss. Das klare Quellwasser murmelt hier friedlich über helle Kieselsteine und lädt zu den ersten tiefen Atemzügen in unverbrauchter Bergluft ein.


Pferdefreundliches Terrain in Wallgau

Für Wanderreiter eröffnet die Region am Barmsee und Geroldsee ein weiches, naturnahes Wiesen- und Waldwegnetz. Fernab des lauten Straßenverkehrs lässt sich hier der Rhythmus der eigenen Bewegung im perfekten Einklang mit Tier und Natur spüren. Die weichen Moosböden schonen die Hufe und bieten ideale Bedingungen für ausgedehnte Ritte durch das Barmsee-Gebiet. Immer wieder gibt das Gebüsch atemberaubende Blicke auf das Wettersteingebirge frei, die zum Innehalten einladen.


Geigenbau und Lüftlmalerei in Mittenwald

In Mittenwald liegt der Duft von Fichtenholz in der Luft, das seit Jahrhunderten für den edlen Instrumentenbau verwendet wird. Die prächtig bemalten Häuserfassaden erzählen vom historischen Bozner Markt und der reichen Handwerkstradition seit dem 17. Jahrhundert. Beim schlenderten Erkunden der Fußgängerzone zieht der glockengleiche Klang der Kirchenglocken die Blicke auf den aufwendig verzierten Turm von St. Peter und Paul. Ein Eiscafé oder eine kleine Bank vor den bunten Fresken bietet die perfekte Kulisse für eine erste Rast.


Das versunkene Dorf am Sylvensteinsee

Weiter flussabwärts öffnet sich das enge Tal zum Sylvensteinsee als türkisblaues Juwel mitten in den dunklen Auwäldern. Dieser tiefblaue Stausee ist nicht nur ein meisterhaftes Bauwerk des Hochwasserschutzes, sondern birgt auch geheimnisvolle Geschichten der Region. Unter seinen sanften Wellen ruht das einst versunkene Dorf Alt-Fall, das den Fluten weichen musste. Die geschwungene Brücke über den See bietet eines der bekanntesten Fotomotive der gesamten Alpenregion.


Trinkwasserqualität und Erfrischung

Das glasklare Bergwasser besitzt im gesamten Oberlauf noch echte Trinkwasserqualität. Eine kurze Pause an den breiten Kieselbänken lädt zu einer erfrischenden Abkühlung der Waden im Fluss ein, was die müden Muskeln sofort wieder belebt. Wer die Finger in die Strömung taucht, spürt die reine Kraft der Alpenquellen mit allen Sinnen. Dieser natürliche Kneipp-Effekt schenkt neue Energie für die anstehenden Streckenkilometer.


Herzhafte Brotzeit in Bad Tölz

Auf den Almstationen rund um Lenggries dominiert alpenländischer Genuss für den ausgehungerten Magen. Es duftet nach frischer Rohmilch, feinem Almkäse und würzigem Bauernbrot aus der Region. Den krönenden Abschluss des ersten Abschnitts bildet die Einkehr in traditionsreichen Gaststuben in Bad Tölz, wo der Kerzenstein und die Lüftlmalerei der Marktstraße den Abend einrahmen. Bei einem kühlen Getränk lässt man die gewonnenen Eindrücke der Bergwelt entspannt Revue passieren.


Das Oberland und die Metropolregion: Zwischen Barockstille und Großstadtflair


Uferwege und Hangleitenpfade

Zwischen Bad Tölz, Wolfratshausen und Grünwald werden die Hänge spürbar steiler und die schattigen Auwälder dicht und grün. Fußwanderer nutzen historische Uferwege wie den Georgenstein-Weg, um die wilde und unberechenbare Flussdynamik hautnah zu erleben. Der Weg schlängelt sich dicht an den sanft rauschenden Fluten entlang und gibt immer wieder den Blick auf naturbelassene Prallhänge frei. Hier spürt man deutlich, wie der Fluss seit Jahrtausenden sein eigenes Bett tief in das Gestein gräbt.


Reitwege im Wolfratshauser Forst

Für Wanderreiter bieten die schattigen Hochuferwege im weitläufigen Wolfratshauser Forst hervorragende naturnahe Etappen. Die ausgedehnten Waldstücke schützen Ross und Reiter an heißen Sommertagen ideal vor der brennenden Sonne. Zahlreiche kleine Seitenzuflüsse plätschern hier aus den Hängen und dienen als ideale Tränkmöglichkeiten für die Pferde. So gelingt der Übergang ins Münchner Umland in vollkommener Ruhe und Ausgeglichenheit.


Wolfratshausen und das Flößererbe

In Wolfratshausen mündet die Loisach mit Schwung in die Isar und vereint zwei mächtige Alpenflüsse. Der historische Ort gilt seit dem Mittelalter als der Zentralort bayerischer Flößerei, von dem aus gewaltige Baumstämme einst bis nach Wien transportiert wurden. Noch heute kann man hier das traditionsreiche Handwerk der Flößer hautnah nachempfinden und historische Ausstellungsstücke bewundern. Die Altstadt mit ihren schuckligen Kanälen lädt zum gemütlichen Flanieren ein.


Herzogsburg und Grünwalder Ausblicke

Hoch über den Steilhängen des Isartals thront die Burg Grünwald als einstiger Jagdsitz bayerischer Herzöge. Sie sicherte historisch den strategisch überaus wichtigen Flussübergang im Mittelalter vor unliebsamen Eindringlingen. Von den Aussichtspunkten der Burg eröffnet sich ein gewaltiges Panorama über den schimmenden Flusslauf bis hin zu den Alpen. Heute beherbergt das alte Gemauer faszinierende archäologische Schätze aus vergangenen Epochen.


Stille Einkehr im Kloster Schäftlarn

Ein unverzichtbarer Genuss-Stopp für Körper und Geist ist die historische Benediktinerabtei Schäftlarn. Im schattigen Barockgarten mundet das kühle Getränk nach der Tagesetappe ganz besonders gut. Die Stille der Klosteranlage bildet einen wohltuenden Kontrast zur Hektik des Alltags und lädt zur Besinnung ein. Wer durch den gepflegten Prämonstratenser-Garten spaziert, nimmt den aromatischen Duft zahlreicher Kräuter und Pflanzen in sich auf.


Münchner Biergartenkultur am Flaucher

In der Landeshauptstadt München zieht es Einheimische wie Reisende an den renaturierten Flaucher für ein Picknick am Fluss. Auf den breit aufgetragenen Kiesbänken baumeln die müden Füße im kühlen Wasser, während der Duft von Gegrilltem durch die Auen zieht. Später klingt der Sommerabend unter den riesigen Kastanienbäumen der traditionsreichen Münchner Biergärten gesellig aus. Hier verschmelzen Großstadtleben und pure Naturromantik zu einem einzigartigen Lebensgefühl.


Durch die weiten Auen Niederbayerns: Wo der Fluss zur Ruhe kommt


Meditatives Gleiten im Gäuboden

Ab Freising tritt die Isar endgültig in das fruchtbare niederbayerische Hügelland und den weiten Gäuboden ein. Fernwanderer schätzen die Stille auf den Auwaldpfaden, wo stundenlang nur das gleichmäßige Rauschen des Wassers und der Wind in den Pappeln zu hören sind. Die Topografie wird spürbar flacher und erlaubt ein flüssiges, fast meditatives Vorankommen. Der Blick schweift ungehindert über weite Felder, grüne Deiche und friedlich grasende Viehherden.


Weite Trabstrecken für Wanderreiter

Für Wanderreiter schlägt die Stunde weiter Galloppstrecken entlang der schattigen Flussauen und breiten Wiesenwege im Umfeld von Dingolfing und Landau an der Isar. Die flachen, unbefestigten Wege bieten den Pferden hervorragenden Halt für schwungvolle Gangarten. Ohne steile Anstiege lässt sich hier der pure Rausch der Weite im Sattel genießen. Zahlreiche Höfe entlang der Strecke bieten zudem pferdegerechte Rastplätze für Mensch und Tier.


Mariendom und Bischofssitz Freising

Die Bischofsstadt Freising empfängt Kulturbegeisterte mit dem imposanten Mariendom auf dem geschichtsträchtigen Domberg. Als eine der ältesten Städte Oberbayerns gilt der Ort seit dem heiligen Korbinian im Jahr 739 als echte Wiege bayerischer Kultur. Der Aufstieg zum Domberg belohnt jeden Reisenden mit atemberaubenden Barockräumen und kunstvollem Stukkaturwerk der Brüder Asam. Unten im Tal lädt die historische Altstadt zu einer ausgiebigen Entdeckungstour ein.


Landshut und die gotische Pracht

Flussabwärts wartet die imposante Herzogsstadt Landshut mit der hoch aufragenden Burg Trausnitz auf. Der mächtige Turm der Landshuter Martinskirche als höchster Backsteinturm der Welt zeugt eindrucksvoll von der einstigen Macht der Reichen Herzöge. Die prachtvolle gotische Altstadtstraße begeistert mit ihren farbenfrohen Giebelhäusern und gemütlichen Straßencafés. Hier wird Geschichte lebendig, die alle vier Jahre in der berühmten Landshuter Hochzeit gefeiert wird.


Auf den Spuren der Nibelungen bei Plattling

Bei Plattling berührt die Route historische Sagenwelten und mittelalterliche Epen. Hier soll einst Kriemhild auf ihrem beschwerlichen Weg ins Hunnenland eine Rast an den Isarufern eingelegt haben, wie es im Nibelungenlied besungen wird. Der Ort blickt auf eine lange Tradition als wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Eisenbahnerstadt zurück. Das historische Nepomuk-Denkmal an der Flussbrücke wacht seit Jahrhunderten über das Wohl der Reisenden.


Die älteste Brauerei der Welt

Kulinarisch schließt sich der Bogen stilvoll auf dem Weihenstephaner Berg im nördlichen Freising. Hier befindet sich die älteste noch bestehende Brauerei der Welt, deren Geschichte bis ins Jahr 1040 zurückreicht. Auf der schattigen Aussichtsterrasse genießt man meisterhaft gebraute Bierspezialitäten mit einem weiten Blick über das Isartal. Dieser Genussort verbindet gelebte Tradition mit bayerischer Gastfreundschaft auf höchstem Niveau.


Naturstille an der Isarmündung

Den erhabenen Schlusspunkt der gesamten Reise setzt das Infozentrum Isarmündung bei Moos nahe Deggendorf. Wo der Fluss schließlich in mächtigen, unberührten Schleifen ungehindert in die Donau gleitet, herrscht geschützte Naturstille. Auf dem Freigelände des Schlosses Maxmühle lässt sich eine erhabene Naturreise friedvoll und erfüllt vollenden. Beobachtungstürme bieten hier seltene Einblicke in ein intaktes Vogel- und Auwaldparadies.

Die Isar-Etappen im Überblick

Von den alpinen Ursprüngen im Karwendel bis zur Mündung bei Moos: Entdecken Sie die perfekte Mischung aus Bewegung, Kultur und bayerischer Gastlichkeit.

Abschnitt Strecke & Region Bewegung & Natur Genuss & Gastronomie
Oberlauf Scharnitz – Bad Tölz
ca. 68 km
Alpines Radfahren, Urstarke Isarauen, Karwendel-Panorama Tiroler Spezialitäten, Zünftige Senner-Brotzeiten
Voralpenland Bad Tölz – München
ca. 63 km
Flusswandern, Pupplinger Au, Tourenradeln Fischspezialitäten am See, Traditionelle Brauereigasthöfe
Mittel- & Unterlauf München – Landshut
ca. 77 km
Isar-Auen-Radweg, Kanufahren, Heidelandschaften Bayerische Wirtshauskultur, Biergärten unter Kastanien
Mündungsregion Landshut – Moos
ca. 90 km
Genussradeln, Vogelbeobachtung im Infozentrum Isarmündung Moos Gastronomie: Regionale Schmankerl & bayerische Gastlichkeit

Häufige Fragen zum Isarradweg & Moos

Alles, was Sie für Ihre Etappenplanung von den Alpen bis zur bayerischen Gastlichkeit an der Mündung wissen müssen.

Wie lang ist der Isarradweg und für wen eignet er sich?

Der Isarradweg erstreckt sich über knapp 300 Kilometer von der Isarquelle im Tiroler Karwendelgebirge bis zur Mündung in die Donau bei Moos. Da die Route überwiegend leicht bergab verläuft und größtenteils gut ausgebaut ist, eignet sie sich hervorragend für Genussradler, Familien und E-Bike-Touren.

Was zeichnet die Moos Gastronomie am Ziel der Isar-Reise aus?

Die Moos Gastronomie verbindet traditionelle bayerische Wirtshauskultur mit einer bodenständigen, regionalen Küche. Nach einer ausgiebigen Etappentour am Unterlauf der Isar bietet die Einkehr in Moos den perfekten kulinarischen Abschluss mit bayerischen Schmankerln und gemütlichen Biergärten.

Welche Aktivitäten lassen sich entlang der Route kombinieren?

Neben dem Radfahren stehen vor allem Wandern, Reiten und Wassersport im Vordergrund. Kulturbegeisterte finden in Städten wie Bad Tölz, Freising und Landshut historische Altstädte, während Naturliebhaber die unberührten Auenlandschaften und das Infozentrum Isarmündung entdecken können.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Tour entlang der Isar?

Die beste Reisezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober. Im Frühjahr und Sommer blüht die Flusslandschaft auf und lädt zu Raststopps in Biergärten ein, während der Frühherbst mit angenehmen Temperaturen und klarer Sicht auf die Alpen lockt.

Vom Karwendel bis an die Donau: Ein echtes Stück Bayern erleben

Die Reise entlang der Isar ist weit mehr als eine sportliche Etappe – sie ist ein Zusammenspiel aus unberührter Natur, lebendiger Kultur und echter Entschleunigung. Wer die 300 Kilometer von den majestätischen Gipfeln im Karwendel über historische Flussstädte bis hinab nach Niederbayern meistert, erlebt den Freistaat von seiner urwüchsigsten Seite.

Am Zielpunkt der Etappe, dort wo die Isar sanft in die Donau mündet, wartet die gekrönte Belohnung: Die Moos Gastronomie heißt Sie mit herzlicher Gastfreundschaft, kühlen Getränken und ehrlicher, regionaler Wirtshauskultur willkommen. Setzen Sie den perfekten Schlusspunkt hinter Ihr Flussabenteuer und genießen Sie den Geschmack der Region.

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